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Admissions     Wrath Of The Weak (2001)      Circle Of Pain (1999) - Demo

Reviews für „Admissions" 


LEGACY, 05/2008 – SES:

(11 von 15 möglichen Punkten)

In der Schnittmenge zwischen Exodus, Death Angel und Nevermore ist die Musik der Müncher Bay Area-Fans angesidelt. Kompetent wird hier die Thrash-Axt geschwungen, wobei es nicht übermäßig filigran zugeht. Die Mischung aus Technik und geradlinigem Gewaltmarsch hält sich hier geradezu vorbildlich die Waage. Der Gesang von Shouter Andy Pankraz variiert zwischen rauem Thrash-Gekeife und melodischem, oft auch in höhere Lagen gehenden Gesang, der aber immer dem Aggressionslevel der Musik gerecht wird. Dabei stößt er zwar manchmal an seine Grenzen, was aber verschmerzbar ist und nicht negativ ins Gewicht fällt. RED TO GREY verstehen es außerdem, ihren Songs nachvollziehbare Strukturen zu verleihen. Oft wird die Geschwindigkeit gedrosselt, damit sich der Refrain entfalten kann. Und da würzt man dann auch gern mal mit Power Metal-Reminiszensen nach, die jedoch nicht die aggressive Grundausrichtung verwässern. Die Produktion kann ebenfalls als gelungen bezeichnet werden. Natürlich und trotzdem kraftvoll und differenziert klingend, wurde die Platte in Szene gesetzt. Einziger Schwachpunkt:Nicht alle Songs bewegen sich auf dem selben Level. Bei einigen Tracks gelingt es leider nicht, die enthaltenen guten Ideen in einen zwingenden Song zu verwandeln. Trotzdem, Freunde des gepflegten, amerikanisch beeinflussten Thrash sollten in Songs wie das Titelstück, 'Cast The Fire Stone' oder 'Free' reinhören. (SES)

11 Punkte

 


 

Metal.de, 26.09.2008 – Audiron:

(7 von 10 möglichen Punkten)

Na, wer will nen Haufen TESTAMENT? Da! Haste! Mag hier wer NEVERMORE? Hier, genau zwischen die Augen! Du willst EXODUS? Hier: Friss! Du stehst noch? Hier: DEATH ANGEL inne Magengrube, du Sau! Immer noch nicht? Dann treten wir mal mit FORBIDDEN ganz böse nach … NEVERMORE sind aufgrund der oftmals ähnlichen Gesangsphrasierung des höchst variablen und charismatischen (wenn auch nicht immer hundertprozentig treffsicheren) Fronters sowie der Leadklampfenarbeit sicher ein Thema, aber als allererstes ist hier folgendes festzuhalten: RED TO GREY atmen, fressen und kacken die Bay Area, dass es eine Art hat. Erfreulicherweise passen die nicht von der Hand zu weisenden Power Metal- Einschübe dazu aber bestens, vereint doch mindestens die Hälfte des Songmaterials zugunsten erhöhter Nachhaltigkeit zwei Pole, die stets zusammenfinden sollten, um in diesem Genre ein starkes Album abzuliefern: Eingängigkeit und Wiedererkennungswert. Aufgrund der in den Topf geworfenen Zutaten könnte man streckenweise sogar auf den Verdacht kommen, hier seien harschere ANTITHESIS am Werke! Zwar gelingt es nicht, über die gesamte Spielzeit der Platte auf einem derartigen Niveau zu agieren, doch bleiben die Ausfallerscheinungen nicht allzu breit gestreut und sind überdies lediglich gegenüber dem restlichen Material als schwächer einzustufen, reicht ihr Potential doch allemal aus, um immerhin noch im großen Zirkus des Thrash einen Manegenplatz zu ergattern. Die richtig starken Stücke wie der schnelle Brecher “Cast The First Stone“ und das mit feinen Bassläufen gespickte, super-eingängige “Free“ sowie der prächtige titelgebende Opener, fußend auf Riffs aus bestem Schrot und Korn, sind angetan, eine Nummer im Hauptprogramm zu sichern. Die Produktion ist einerseits roh und kompakt, lässt aber doch auch dem Bass genügend Freiraum, sich zwischen Klampfen und Schlagwerk zu entfalten, überrollt aber ab und an den Sänger. Nichtsdestotrotz kann man auch hier punkten und sich im internationalen Wettbewerb behaupten. Folgende Stellschrauben müssen aber noch nachjustiert werden, um sich mit den Platzhirschen so richtig messen zu können: Gesangsqualität und Konsequenz im Songwriting. Verdichten die Müchener bei der nächsten Scheibe ihre vortrefflichen Ideen und integrieren den Fronter noch mehr ins Riffgewitter, steht uns was Großes ins Haus ... Und wer jetzt noch aufmuckt, kriegt RED TO GREY ins Genick geschossen! (Audaron 26.09.2008)

Punkte: 7/10

 


 

Powermetal.de, 22.09.2008 – Frank Jäger

Auf 10 Jahre Bandgeschichte dürfen die Münchner RED TO GREY zurückblicken, und obwohl sie schon mal im Szeneblatt Rock Hard gut besprochen waren, habe ich die Band bislang nicht gekannt. Liegt vielleicht auch daran, dass die bisherigen Veröffentlichungen ihres Demos und des ersten Albums reichlich zuückliegen, so dass "Admissions" das erste Lebenszeichen seit sieben Jahren ist. Nun muss ich aber zugeben, dass die Unkenntnis in diesem Fall mein Verlust ist. RED TO GREY sind nämlich klasse und helfen, den hochwertigen Teutonen-Thrash nicht völlig untergehen zu lassen oder ausschließlich auf eintönige Veröffentlichungen von SODOM oder DESTRUCTION zu reduzieren, die sich seit Jahren wiederholen. Da möchte man sie gleich zusammen mit KREATOR und den rührigen ABANDONED nennen, wobei die fünf Süddeutschen im Vergleich keine schlechte Figur machen. Die musikalischen Wurzeln liegen auf jeden Fall mehrere Tausend Meilen weiter westlich, sozusagen in Munich, California. Der Sound von RED TO GREY ist geprägt von Bay Area Thrash der Achziger mit einem guten Schuss US Power Metal. Die notwendigen Trademarks sind alle vorhanden: Fette Riffs aus zwei Gitarren, Abwechslungsreichtum und Breaks, Speed-Attacken und groovige Parts. Es kommen dabei natürlich einige Namen in den Sinn, was die Band bewusst in Kauf nimmt, betreibt man doch selbst gezielt Namedropping: DEATH ANGEL schimmern auch aufgrund der Gesangsmelodie im besten Song des Albums, 'Cast The First Stone', durch; TESTAMENT aus "Legacy"-Zeiten gucken während 'In The Darkest Corner' nach dem Rechten; und EXODUS lassen während der 'Celebration Of The Cult' grüßen. Diese Einflüsse gepaart mit Riffs, die einem der mittelschnellen METALLICA-Songs der Achtziger entsprungen sein könnten, machen "Admissions" zu einem echten Leckerbissen. Der größte Unterschied zu den genannten Bands ist aber, dass Sänger Andy Pankraz äußerst melodisch zu Werke geht und damit einen Gegenpol zu den Ballofs und Souzas dieser Welt darstellt. Er kann zwar auch Brüllen, meist bestechen die Songs aber durch sehr melodische und fast schon poppige Refrains, die nicht nur im Power-Metal-Track 'The Fall Of God' die Thrash-Wurzeln verlassen. Allerdings klingt Pankraz an ein paar Stellen, speziell in 'The Armour Piercing Dread', etwas ge-, ja fast schon überfordert, aber so etwas nennt man bei anderen Bands "eigenwillig", also können wir den Münchnern daraus keinen Strick drehen, zumal sonst musikalisch alles passt. Von den durchweg relativ langen Songs gehen nur 'Free' und 'The Cheated One' nicht ins Ohr, von diesen beiden mittelmäßigen Tracks abgesehen besteht "Admissions" aus sieben fetten Krachern, die mir klar machen, dass ich mir das 2001er-Werk "Wrath Of The Weak" unbedingt besorgen muss. Auf der bandeigenen Seite und natürlich auf Myspace gibt es Hörbeispiele, die den Liebhabern des alten Begriffes "Thrash with class" sicher ein Lächeln auf die Lippen zaubern werden. Anspieltipps: Cast The First Stone, Admissions, In The Darkest Corner, Celebration Of The Cult (Frank Jäger – 22.09.2008)]

 


 

Vampster.com, 02.10.2008 – Ulle

Sieben Jahre Pause zwischen zwei Alben, bei einer Band, die man dann wohl trotz zehnjähriger Existenz immer noch als Newcomer bezeichnen muss, sind definitiv zu viel. Hoffen wir mal trotzdem, dass die Münchener RED TO GREY bei den Fans noch nicht in Vergessenheit geraten sind, man würde nämlich wirklich was verpassen. Momentan scheint es ja mit Bands wie FUELED BY FIRE, HATCHET oder WARBRINGER ein kleines Schrammelthrash-Revival zu geben, wenn man jedoch wie ich eher auf Bands wie die alten Bay Area-Helden FORBIDDEN oder DEATH ANGEL steht, also Bands mit richtigen Riffs, bei denen der Boxhandschuh von der rechten Klampfenhand entfernt wurde, dann hat man oft das Nachsehen. Solltet ihr wie ich auf leicht technischen Uptempo-Thrash mit messerscharfen Riffs stehen, garniert mit einem Sänger der auch wirklich singen kann, dann sind RED TO GREY wie für euch geschaffen. Das Bandinfo beschreibt die Münchener als irgendwo zwischen NEVERMORE, EXODUS und DEATH ANGEL, nimmt man von ersteren die Harmonien und die melodischere Grundstimmung, von den Mannen um Mr. Holt das furiose Geriffe, dann kommt das schon irgendwie hin. Der Gesang von Andy Pankraz erinnert in einigen Momenten auch durchaus etwas an Mark Osegueda, nichts desto trotz klingen RED TO GREY aber erfreulich eigenständig und "Admissions" gefällt mir tatsächlich besser als die letzten EXODUS- und DEATH ANGEL-Outputs. Ich wage zu behaupten, dass RED TO GREY mit einem großen Label im Rücken und amerikanisch klingenden Nachnamen mit diesem Album einen ordentlichen Sprung nach vorne machen würden, hoffen wir also, dass potentielle Fans die Qualität von "Admissions" erkennen und das Ding auch so verhaften! Die Songs sind durchweg erstklassig, die Produktion knallt ordentlich und spielerisch lassen die Jungs aber mal gar nichts anbrennen, also sollten alle Fragen geklärt sein! Ach ja, noch ein kleines Sätzlein zum Schluss: Selbstverständlich befinden sich RED TO GREY auf "internationalem" Niveau, keine Ahnung warum man das bei deutschen Bands immer betonen muss! (Ulle)

 

 

 

Reviews für „Wrath Of The Weak" 

 

ROCK HARD, Nr. 170, Juli 2001 – Bruder Cle:

(8,5 von 10 möglichen Punkten, Platz 24 in der Monatswertung)

RED TO GREY ist die Band ehemaliger Musiker süddeutscher Metal-Combos, und schon nach den ersten Takten wird sonnenklar, dass die Jungs nicht erst seit gestern Musik machen. Die beiden stark Leadgitarren-lastigen Opener ´Moralizer´ und ´The Phantom´ bieten beispielsweise anständig produzierten Power/Progessive-Thrash erster Güte, der in Ansätzen Erinnerungen an Bands wie Hades, Realm oder Watchtower weckt. Natürlich erreichen die Jungs noch nicht das Niveau der genannten Kult-Bands, aber einzelne Komponenten wie die geile Stimme von Andy Pankratz, die streckenweise an Alan Tecchio auf einem Angel Dust-Trip erinnert, oder die echt starke Gitarrenarbeit des Duos Bergamo/Pané lassen sicher so manchen Achtziger-US-Metal-Freak in nostalgischen Erinnerungen schwelgen. Trotz des erstaunlich hohen Aggressionspotenzials und des überwiegend flotten Tempos würde ich das Teil eher den Progressive- und US-Metal-Fans als den in der Bio beschworenen Jüngern von Bands wie Forbidden, Exodus oder Death ans Herz legen. Breaks, Soli und wahnsinnige Gesangsparts wechseln mit geilen Harmonieteilen über Thrash-lastigen Doublebass-Rhytmen, wobei die Stücke das gesamte Album lang nie an Niveau verlieren. Die trendfreie und unkommerzielle Scheibe gewinnt obendrein nach mehreren Durchläufen noch deutlich an Reiz und sei somit allen Old School-Metallern neben den letzten Krachern von Overlorde und Rival schwer ans Metal-Herz gelegt. Absolut geil!

8,5 Punkte 
Bruder Cle   


 

HEAVY ODER WAS!?, Nr. 59, September / Oktober 2001 – Jürgen Tschamler: 

(10 von 12 möglichen Punkten, Platz 18 in der Monatswertung)

Förmlich umgehauen hat mich 'Wrath Of The Weak' von RED TO GREY! Was das Quintett auf seinem Debüt vorlegt, ist in jeder Sekunde hörenswert bzw. empfehlenswert! Power Thrash in der Machart alter Legendenkapellen der Bay Area, genauer EXODUS, FORBIDDEN, VIO-LENCE oder LAAZ ROCKIT. Sicher wird von keiner Band der Welt exakt jener typische Stil/Sound jemals erreicht werden, sondern nur annähernd, aber RED TO GREY sind nahe dran! Selbst Andy Pankraz Gesang ist sehr gefällig und verleiht den wohldurchdachten Songs eine eigene Note. Besonders auffällig ist die Gitarrenarbeit, die auf reichlich Erfahrung schließen läßt. Allenfalls die manchmal zu verspielten Soli-Passagen lassen hier und da Kritik aufkeimen, aber in Anbetracht der durchweg tollen Songs sind das kaum beachtenswerte Peanuts. Mir gefällt der kompromißlose Spielwitz und die gezielte Power von Tracks wie 'Unconscious', 'Moralizer', oder 'The Phantom'. Noch besser hämmert das sehr schnelle 'Total Cleaning', aus den Boxen und bringt Dich, ob Du willst oder nicht, zum bangen! Musik muß stimulierend sein und das ist hier der Fall. Bestechender Einstand von RED TO GREY und hoffentlich keine Eintagsfliege.

10 Punkte 
Jürgen Tschamler   


 

METAL HEART, Juli / August 2001 – Kai Wollwert: 

(7,5 von 10 möglichen Punkten, Platz 23 in der Monatswertung)

Rekrutiert aus mehr oder weniger bekannten Formationen überschiedlichster stilistischer Couleur, wie Valley´s Eve, Sophistication, Haggard und Aeon´s End, haben sich fünf Musiker unter dem Dachverband Red To Grey zusammengefunden, um fortan gemeinsame Sache zu machen. Herausgekommen ist mit Wrath Of The Weak eine Power/Thrash Metal-Scheibe, deren Unterhaltungswert doch das eine ums andere Mal zu gefallen weiß. Handwerklich über jeden Zweifel erhaben, spielen die Jungs ihre Songs erstaunlich frisch und unverbraucht herunter und überaschen immer wieder mit gekonnten Breaks, progressiven Farbklecksen, oder auch schlicht moshenden Zwischenparts. Es ist immer etwas los bei Red To Grey, möchte man sagen, denn langweilig wird das Debut zu keiner Zeit. Einzig der Gesang verlangt zunächst einiges von der Kompromissbereitschaft des Hörers ab, aber auch wenn Andy Pankraz wie der kleine Bruder von Sabina Classen klingt, bleibt Wrath Of The Weak eine angenehme Randerscheinung im sonst so tristen Metal-Alltag.

7,5 Punkte 
Kai Wollwert   


 

AMAZON.DE – Jan Jaedike für Amazon.de:

Red To Grey ist 'ne Truppe aus Süddeutschland, die in dem kleinen Thrash-Revival, das zurzeit durch den Underground tobt, ein Wörtchen mitzureden haben sollte. Der Fünfer geht dabei aber nicht den leichtesten Weg. Es werden nicht krampfhaft die Achtziger reanimiert, um ein paar Old Schooler zu begeistern, sondern diverse Versatzstücke vermengt, die das Ergebnis zwar klar als retrolastig erkennen, aber keineswegs verstaubt klingen lassen. Dazu gehört neben 'ner unüberhörbaren, klassischen Bay Area-Kante auch ein Faible für Progressive-Metal. Dadurch gibt's jede Menge gradliniges Auf-die-Glocke-Riffing, aber auch verzwacktere Einschübe, sodass die Schose nicht langweilig wird. Allerdings ist das Gefiedel immer extrem songdienlich und dient nie als angeberischer Selbstzweck. Cool ist auch, dass Red To Grey sich nicht scheuen, häufig das Gaspedal durchzutreten und dadurch eine ungemeine Frische versprühen. Ein weiterer Pluspunkt sind die Vocals von Andy Pankraz. Der Kerl hat eine für deutsche Sänger ungewohnte Hemmungslosigkeit, einfach drauflos zu singen, zu schreien und zu kreischen. Dadurch erinnert er eher an John Connelly (Nuclear Assault) oder Paul Baloff (Exodus). Wohlgemerkt nicht stilistisch, sondern von seiner powervollen Attitüde her. Thrash with class nannte man früher solche Scheiben. Das passt auch heute noch! (Jan Jaedike, 2001 für Amazon.de)


 

VAMPSTER.COM im Juli 2001 – Psycho:

Ich weiß, das Review zum aktuellen Output „Wrath Of The Weak” der Bayern RED TO GREY kommt ein wenig spät. Aber irgendwie lief etwas mit der Promozustellung seitens des Labels schief. Jedoch ist „Wrath Of The Weak” viel zu gut, um die Kritik einfach unter den Tisch fallen zu lassen. Vielen Metal-Fans wird der Name RED TO GREY sicherlich noch ein Begriff von der Eigenproduktion “Circle Of Pain“ sein. Nun haben es die Powerthrasher geschafft einen Deal bei BLACK ARROW Records an Land zu ziehen und legen mit „Wrath Of The Weak“ noch eine Schippe drauf. Der Bay Area-Stil wurde beibehalten und noch ausgefeilt. Fans des anspruchvollen Power- und Thrash Metals bekommen bei aktueller Scheibe die komplette Vollbedienung. Den Anfang macht mit „Moralizer“ einer der stärksten Tracks von „Wrath Of The Weak“. Ein Uptempo-Thrasher, der keine Wünsche offen lässt. Aggressiv, melodisch und mit Andy Pankraz ein Mann hinter dem Mikro, der seit der Eigenproduktion sehr an sich gearbeitet hat. Abgedrehte, aggressive, aber dennoch melodische Vocals mit fiesen Screams prägen die Vocals des gesamten Albums. Ein waschechter Thrash-Shouter mit einem Hauch von Chuck Schuldiner in neuerer Zeit. Der zweite Song ist ein Remake von „The Phantom“, welches schon den Weg auf die Eigenproduktion “Circle Of Pain“ geschafft hatte. Gut reproduziert mit coolem Refrain. Hell yes, es folgt der Titeltrack „Wrath Of The Weak”, welcher neben “Moralizer” das Highlight der CD darstellt. Wieder einmal werden die guten, alten Bay Area-Zeiten glorifiziert. Einfach genial. Fette Gitarrenriffs gepaart mit exzellentem Drumming und perfekter Leadarbeit.
Ein weiterer Uptempo-Smasher ist „Conscious (Soul Killing Harmony)“. Erinnerung an alte FORBIDDEN-Times erwachen. Sehr interessant ist der progressive Mittelpart. „Unconscious (The Last Minutes) folgt und es ist Groove-Zeit. Das anschließende „Total Cleansing“ beginnt zunächst ruhig mit cleanen Gitarren, um dann ein variables Metal-Brett mit eingängigem Refrain auf den Hörer abzufeuern. Der siebte Track „Free Of Mutilation“ will zunächst nicht so ganz in das Gesamtbild von „Wrath Of The Weak“ hineinpassen, stellt jedoch eine Auflockerung der Scheibe dar. Das Tempo wird gedrosselt und gute Melodiearrangements präsentiert. Jedoch halten es RED TO GREY nicht lange durch und der Song wandelt sich doch noch zum Powerthrasher. „Human Barbecue“ ist erneut ein Thrash-Stück in altbewährter Manier. Beim abschließenden „Anarchic Pessimist“ bediente sich die Band beim Anfang des Stückes kräftig beim FORBIDDEN-Song „Twisted Into Form“. Jedoch bekommen die Jungs noch die Kurve und lassen die eigenen Elemente einfließen.„Wrath Of The Weak” ist ein spitzenmäßiges Thrash-Album geworden und Fans von EXODUS, FORBIDDEN & Co. können getrost blind zugreifen. (Vampster.com, Juli 2001, Psycho)

 

 

 

Reviews für die „Circle Of Pain" – Demo-CD

 

ROCK HARD, Nr. 146, Juli 1999 – Hansi Daberger:

Labels aufgepaßt! Mir dröhnt gerade eine superprofessionelle Produktion aus den Boxen entgegen, die jenseits jeglicher Schubladen einfach geil klingt. „Circle Of Pain" ist am ehesten noch als progressiver Power Metal zu bezeichnen. Der Sänger erinnert etwas an Russ Anderson (Forbidden), würde aber auch als thrashigere Version von Lizzy Borden durchgehen. Die melodische Gitarrenarbeit kann sich hören lassen, und einige der brettharten, aber immer melodischen Riffs könnten durchaus von manch alteingesessener Metal-Größe stammen. Die hervorragend aufspielende Rhythmus-Fraktion schließlich wird angeführt von Tieftonmeister Robin Fischer, der schon bei Haggard aushilfsweise den Bass zupfte. Die Chose klingt ganz grob nach einer Mischung aus Helstar, Fates Warning und Abattoir. (Rock Hard, Juli 1999, Hansi Daberger).

 


 

BREAK OUT, Nr. 4 1999 – Daniel Böhm:

Labels aufgepaßt: Hier ist eine Frucht reif für die Ernte! Absolutes Highlight dieser Seite ist ganz ohne Zweifel die 6-Track Demo-CD der aus dem Großraum München stammenden Band Red To Grey, auf der die fünf Süddeutschen edelsten und prächtigsten Power-Thrash der alten Bay-Area-Schule zelebrieren – und zwar in einer Qualität wie wir sie schon lange nicht mehr zu hören bekommen haben. Als grobe Orientierungshilfe für den Sound der Band seien Forbidden, Flotsam And Jetsam, Panic und Exodus genannt, die bekanntlich allesamt als Synonym und Garanten für edelstes Kraftfutter gehandelt werden. Hier sind ganz einfach brillante Musiker am Werk, diese CD kann ohne weiteres mit den regulären Veröffentlichungen des Monats mithalten und stellt sogar den einen oder anderen Output manch renommierter Band in den schwärzesten Schatten. Hier wird ein Riff-Feuerwerk nach dem anderen gezündet und nicht zuletzt durch den intensiven, einfach nur geilen Gesang von Sänger Andy Pankraz an Intensität verstärkt. Ich lege meine Hand dafür ins Feuer (Anm. Maso! – Der Red.), daß es nicht mehr lange dauern wird, bis diese absolut professionell agierende Kapelle mit einem starken Label und organisiertem Vertrieb im Rücken in der Szene mächtig Staub aufwirbeln wird! (Break Out, Nr. 4 1999, Daniel Böhm).


 

Hard Rock & Metal HAMMER, April 1999 – Matthias Mineur:

Mit einer Mischung aus Power Metal, Thrash und progressiven Elementen gehen Red To Grey auf ihrer Debüt-CD CIRCLE OF PAIN an die Öffentlichkeit. Sechs Songs, die alle fünf Musiker der Band als technisch versierte Instrumentalisten ausweisen. Eigenen Angaben zur Folge ordnet sich die Gruppe stilistisch im weiten Feld zwischen Iced Earth, Death und Exodus ein. Gar nicht mal so schlecht getroffen, diese Charakterisierung. Besonder zu gefallen wissen die brillanten Gitarrensoli der beiden Saitendehner Frank Pané und Tino Bergamo. Auch Reibeisenstimme Andy Pankraz kann glänzen, Abstriche muß man lediglich beim Gesamtsound der CD machen. Das Schlagzeug etwas kraftlos, der Gesang zu leise und ‚trocken‘ gemischt, der Baß zu percussiv. Dennoch: für ein Erstwerk eine durchaus reife Leistung. Schickt 15 DM an folgende Adresse und lasst euch die Scheibe kommen: (Metal Hammer, April 1999, Matthias Mineur).

 



Legacy Nr. 2 1999 – Kay Lorenz:

Für eine Band, die es gerade eineinhalb Jahre gibt, gehen RED TO GREY ganz schön professionell zur Sache, was aber kein Wunder ist, haben doch alle Musiker schon reichlich Erfahrung in anderen Bands sammeln können. Leute, die auf Power/Thrash Metal mit progressivem Touch stehen, werden mit „Circle Of Pain" mehr als zufrieden sein. Die fünf Musiker beherrschen ihr Handwerk ausgezeichnet, und auch Soundtechnisch gibt es an der CD nichts auszusetzen, die auch von der optischen Gestaltung her zu überzeugen weiß. Die sechs Songs sind von hohem spielerischem Niveau und besonders „The Mercenary" kann man an dieser Stelle hervorheben. Was mich ein wenig stört, ist der Gesang, mit dem ich mich nur schwer anfreunden kann, auch würde es der Band gut zu Gesicht stehen, die Songs abwechslungsreicher zu gestalten. (Legacy, Nr. 2 1999, Kay Lorenz)